bei den Mönchen

Leider bin ich in Rabanal del Camino nur auf zwei Kaffee geblieben und weiter nach Foncebadon gelaufen. Erst einige Tage später habe ich in einem Gespräch gehört, dass man in Rabanal in einem Benediktinerkloster übernachten kann. Minderstens 3 Nächte bleiben soll, das Mönchsleben „mitmachen“ kann. Das Angebot der Mönche erstreckt sich über gemeinsames Essen, Messen besuchen. Ruhe finden und die Erfahrungen in sich aufnehmen ist ebenso ein Ziel wie seinem Körper eine Pause zu gönnen. 

Einer der Mönche sagte zu meinem Gesprächspartner: Jeder Pilger ist ein Mensch, somit anders und somit ein Geheimnis für sich. Es ist wichtig Kontakt mit Gott zu suchen, das innere Leben ergründen und diese Erfahrung zu spüren.

In Foncebadon war Sonntag und die kleine Ortschaft ist sehr sehr übersichtlich (im Sinne von klein). Genügend Zeit sich Gedanken zu machen. Komme ich an was an, weiss aber nicht an was. Habe ich Geduld genug um abzuwarten, und wird es sich zeigen? Es ist sicherlich gut auf die Stimme des Herzens zu hören, auf die Intuition zu warten. 

 

Später, viel später, bin ich froh nicht drei Tage in Rabanal verbracht zu haben. So wäre ich Germán in Ponferrara nicht mehr über den Weg gelaufen. Alles hat seinen Sinn, alles seine Bestimmung auf dem Camino, denke ich. Auch habe ich in der Herberge in Ponferrada Magnus von den Färöer-Insel wieder getroffen. Was habe ich verloren: Nichts, nur gewonnen. Zwei Freunde, weit weg, aber Dank eMail nur einen Mouseclick entfernt.

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