Himmel und Hölle

Eine gar verlockende Unterkunft, ganz ohne Wanzen und fast läusefrei, verspricht der Benediktinermönch Berengar den angereisten „Pilgern“ in Bambergs  SchauspielführungHimmel und Hölle“. Die auf dem Jakobsweg befindlichen Pilger werden durch drei Schauspieler durch das verwinkelte nächtliche Bamberg geführt. Zu einer Zeit, als die Erde noch eine Scheibe war und die Frauen gottergeben dem Manne untertan waren, zeigt sich in der Dämmerung das wahre  Gesicht des 1000jährigen Bambergs. Die historischen Persönlichkeiten werden lebendig und agieren wie zu Bambergs „Goldenem Zeitalter“.

Die Pilger begleiten die Charaktere durch die Gassen, erleben unmittelbar den Benediktinermönch, wie er Strafen für fleischliche Genüsse jeder Art erteilt, den neuesten Tratsch und Klatsch der Müllersfrau und der Eulenspiegel seine Späße treibt. Und es gilt eine Aufgabe zu bestehen: Wird den drei historischen Figuren es gelingen, den Königsmord in Bamberg zu vereiteln? Als Belohnung winken Ruhm und Ehre sowie ein stärkender Umtrunk für die Akteure und ihre Begleiter, die von der Jakobskirche bis zur Villa Concordia das nächtliche Bamberg durchstreiften und erlebten. Der Endpunkt der Tour ist die Weinschänke Bischofsmühle in der Geyerswörthstrasse zu Bamberg.


Danke an Michael und Martin, die diesen Abend perfekt arrangiert haben.
Special Thanks für den tapferen Helfer von Berengar namens Osramus, gespielt von Geo,
der uns mit seinem Licht den Weg sicher vom Himmel über die Hölle vom Bamberg bis hin
zur sicheren Einkehr in die Gastwirtschaft geleuchtet hat.

und vergesst nicht, liebe Jakobswegpilger, ständig zu üben:
Salve, Regina,
mater misericordiae;
vita, dulcedo et spes nostra, salve.
Ad te clamamus, exsules filii Hevae.
Ad te suspiramus,
gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos
ad nos converte.
Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis post hoc exsilium ostende.
O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria.

Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit;
unser Leben, unsere Wonne
und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
zu dir seufzen wir
trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes!
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
Quelle: Wikipedia

in Englisch nach Santiago

Zeit ist es geworden, schon allein deswegen, weil mein Freund aus Barcelona es jetzt mal lesen kann und evtl. dann nachträglich versteht, warum so viele Deutsche letztes Jahr im Gespräch mit ihm immer wieder auf die Initialzündung durch Kerkelings Buch hingewiesen haben. Kostet nur roundabout 12 Euro. t.

I´m off then – Losing and finding myself on the Camino de Santiago.

hapeenglish

Germán wrote…

Germán schrieb mir heute, 19. Mai 2009, die nachstehende Mail, nicht nur mir, sondern auch einige Menschen, die er während seiner Wanderung auf dem Camino Frances getroffen hat. Meine lange und ausführliche Mail über meine aktuellen Gedanken, was in mir vorgeht, als ich seine Mail gelesen habe, dass mir das Wasser in den Augen stand, erspare ich an dieser Stelle :-) In weniger als zwei Stunden fahre ich einen Freund zum Flughafen Nürnberg, den ich fast 8 Jahre nicht gesehen habe. Vor 5 – 6 Wochen hat er mich kontaktiert, weil er gesehen/gelesen hat, dass ich 2008 den Jakobsweg gegangen bin. Seitdem haben wir gemeinsam viel Stunden verbracht Ausrüstung zu sondieren, Rucksack auszuwählen, Schuhe einzulaufen und mit Reden, Reden, Reden… Er wird Höhen und Tiefen in den nächsten 6  bis 8 Wochen erleben, manchmal sicherlich die Wanderei verfluchen, doch überwiegend wird er es geniesen, aus seinem Alltagstrott herauszukommen, die Weite geniesen und neue Menschen, neue Ansichten und neue Bewegründe kennenlernen. Ich beneide ihn ein wenig, doch meine Zeit wird kommen…
quote Germáns Mail…

Dear friends,

Don’t you feel the melancholy in the air??
Exactly one year ago, Thomas ane me put our tired feet on the Plaza del Obradoiro after twenty-eight days and almost eight houndred kilometers walking under the sun and rain through this historic route in Northern Spain.
People I met, things I saw and feelings I felt are all pieces of luggage I will take with me everywhere I go… FOREVER!!
I have so many memories from that wonderful adventure we lived together in spring’08, and I feel so proud because I had the privilege of sharing all those moments with all of you so, please, leave me say thanks for sharing with me a little bit of your „camino“.
There is a lot of names but, unfortunately, there is only a few e-mail addreses: Teles, Kevin, Ilsa, Manuel, Howard, Remington, Rosa, Miguel, Rafa, Hubert, Jakab, Leandra, Juliana, Carmen, Monique, Francis, Dominique, Feli, Thomas, Andrea, and much more with whom I shared some kilometers but I just can’t remember their names.
The „Camino de Santiago 2008“ has been one of the best experiences in my life. An inner trip that submerged me in the depths of my soul and made me feel freedom like I never felt before…
I will never forget that trip!
I will never forget all of you! 
BUEN CAMINO!!
    Germán Fernández
unquote 

Wandertage 2009

Die nachstehende SMS ungefiltert und ohne Erlaubnis ihres Absenders, hat mich am 4.5.09 gegen 22.20 Uhr erreicht.

hi, eigentlich wollte ich Dir eine lange E-Mail über Deinen Sinn & Bewegrund einer erneuten Pilgerreise schreiben – als Entscheidungs-Krücke ..fix nochmal – die Zeit vergeht, mein Freund! Es gäbe so viel zu sagen – soviel – es geht nicht um den Weg, die Route, die Stationen – wobei ein vertrauter Weg mehr Raum für innere Reflektionen läßt! Doch eigentlich geht es um Zeit & Raum für Dich mit so wenig vertrauten & belasteten Einflüßen wie möglich – suche und finde den Dialog mit DIR selbst – nur darum geht es – um Dich! Klingt einfach – ist es nicht! Gehe den Weg so oft – bis Du das Ziel, Dich selbst zu finden, Dich selbst zu erkennen, erreichst! Doch vergeude den Weg & Deine Zeit nicht damit, vor Dir selbst davon zu laufen – nähere Dich Dir mit jedem Schritt – damit ist der Weg egal ;-) Dein Freund, A….

Heute habe ich von einem anderen Freund erfahren, dass ein gemeinsamer Geschäftspartner von uns, letzten Montag, 4.5., verstorben ist. Gerade mal 45 Jahre jung. Er war vor 3 Wochen bei uns, anschliessend bei den Kollegen in München, da er mit seinen beiden Kindern (11/16) zum Gardasee fuhr. 

Diese Nachricht hatte noch folgendes zum Inhalt: Denkt dran: das Leben kann ein Kurzes sein! In dem Sinne: bleibt gesund und passt auf Euch auf! Grüsse, M….

Und was hat dies alles mit „Wandertage 2009“ zu tun?
Vieles und einiges! Die 3 aus Bamberg ziehen am kommenden Wochenende über Hahn, Santander nach Leon. Ich wünsch´ euch von ganzem Herzen alles erdenklich Gute! Auf nach Santiago!

Am 19. Mai wird wieder jemand aus meinem Freundeskreis nach Spanien fliegen. Er wird von St Jean aus starten, hat 4 bis 8 Wochen Zeit. Nimm sie Dir! Nutze die Zeit! Wie gerne würde ich mitkommen und komm nicht weg. Nicht diese lange Zeit.

 

Meine Wandertage werden kommen, so oder so! Die Bücher sind gekauft, gelesen und verstanden. Die Gedanken drehen sich darum, der Mut und der Wille ist da, es wieder zu tun. Ich freue mich darauf!